Hausgeld und WEG richtig prüfen
Die Kreditrate ist nur ein Teil Ihrer künftigen Wohnkosten. Als Wohnungseigentümer zahlen Sie zusätzlich Hausgeld an die Gemeinschaft – und unter Umständen Sonderumlagen. Wer beides zusammen betrachtet, plant realistischer.

Welche Bestandteile hat Hausgeld?
Regelmäßige Bewirtschaftung, Verwaltung sowie Zahlungen in die Erhaltungsrücklage können im Hausgeld enthalten sein. Umlagefähigkeit und konkrete Verteilung sind gesondert zu prüfen.
Vier Fragen, die vor dem Kauf auf den Tisch gehören
- Welche Erhaltungsrücklage besteht?
- Welche Sanierungen wurden beschlossen oder diskutiert?
- Gab es Sonderumlagen oder laufende Rechtsstreitigkeiten?
- Welche Kosten fallen auf Ihre Einheit?
Wie wirkt sich Hausgeld auf die Monatsbelastung aus?
Eine Kreditrate von 1.100 € und 280 € monatliches Hausgeld ergeben bereits 1.380 € laufende Belastung, bevor weitere persönliche Wohn- und Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden. Die Rechnung ist eine vereinfachte Annahme, kein Bankangebot. Heiz- und Stromkosten können zusätzlich anfallen, abhängig davon, was bereits im Hausgeld enthalten ist.
Und wenn eine Sonderumlage beschlossen wird?
Reichen die Rücklagen für größere Maßnahmen nicht aus, kann die Gemeinschaft zusätzliche Zahlungen beschließen. Fragen Sie nach laufenden Beschlüssen und lassen Sie unklare Beträge vor dem Kauf erläutern. Die Höhe einer möglichen Sonderumlage lässt sich nicht aus dem Hausgeld allein ablesen.
Für weitere mögliche Sanierungskosten lesen Sie Altbau und Sanierung. Die monatlichen Beträge können Sie im Rechner grob durchspielen.
